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My Friend Cayla: Bundesnetzagentur nimmt sprechende Puppe vom Markt

February 17, 2017


Spionagegefahr
Behörde nimmt Spielzeugpuppe vom Markt

Die Bundesnetzagentur nimmt die vernetzte Kinderpuppe “My Friend Cayla” aus dem Handel – wegen Überwachungsgefahr. Eltern sollen die Puppe “eigenhändig unschädlich machen”.





YouTube/ Forbrukerrådet Norge

Screenshot aus einem Video der norwegischen Verbraucherschützer


Die Bundesnetzagentur hat in einem ungewöhnlichen Schritt eine sprechende Puppe wegen Überwachungsgefahr aus dem Handel genommen und will in Zukunft noch mehr Spielzeug auf den Prüfstand stellen.

Die Behörde gehe “gegen unerlaubte funkfähige Sendeanlagen in Kinderspielzeug vor”, hieß es am Freitag. Betroffen ist erstmal die vernetzte Puppe “My Friend Cayla”, deren Sicherheit schon vor Monaten von Verbraucherschützern kritisiert worden war.

“Gegenstände, die sendefähige Kameras oder Mikrofone verstecken und so Daten unbemerkt weiterleiten können, gefährden die Privatsphäre der Menschen. Das gilt auch und gerade für Kinderspielzeug”, erklärte der Präsident der Bundessnetzagentur Jochen Homann. Grundsätzlich sei jegliches Spielzeug, das funkfähig und zur heimlichen Bild- oder Tonaufnahme geeignet sei, in Deutschland verboten, betonte die Behörde. “Die Bundesnetzagentur wird noch mehr interaktives Spielzeug auf den Prüfstand stellen und wenn nötig dagegen vorgehen.”

Eltern sollen Puppe unschädlich machen

Ein Vorgehen gegen die Eltern sei im Zusammenhang mit dem Betrieb von “Cayla” aktuell nicht vorgesehen, erklärte die Behörde, die den Telekommunikationsmarkt überwacht. “Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass Eltern eigenverantwortlich die Puppe unschädlich machen. Die Einleitung von Verwaltungsverfahren gegen die Eltern ist derzeit nicht geplant.”

Europäische Verbraucherschützer hatten bereits im November nach einer ausführlichen Untersuchung unter anderem davor gewarnt, dass sich wegen Sicherheitslücken Fremde mit etwas technischem Wissen über die Puppe mit den Kindern unterhalten könnten. Die Kritiker stützen sich dabei auf eine Untersuchung des norwegischen Verbraucherverbands Forbrukerrådet. Dabei wurde auch der Spielzeugroboter “i-Que” erwähnt.

Der amerikanische “Cayla”-Entwickler Genesis, der die 2015 erschienene Puppe nach eigenen Angaben bereits bis Anfang vergangenen Jahres eine Million Mal verkauft hatte, war am Freitag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Grundsätzlich sei jegliches Spielzeug, das funkfähig und zur heimlichen Bild- oder Tonaufnahme geeignet sei, in Deutschland verboten, betonte die Behörde. “Die Bundesnetzagentur wird noch mehr interaktives Spielzeug auf den Prüfstand stellen und wenn nötig dagegen vorgehen.”

fab/dpa


insgesamt 2 Beiträge

Verschont die Kinder mit so einem Schrott! Beim heutigen Kinderspielzeug, Schlautelefon daddeln, Videospiele usw. ist es nicht weiter verwunderlich, daß viele Kinder (sozial)verhaltensgestört sind, aber dafür gibt es dann ja […]

Verschont die Kinder mit so einem Schrott! Beim heutigen Kinderspielzeug, Schlautelefon daddeln, Videospiele usw. ist es nicht weiter verwunderlich, daß viele Kinder (sozial)verhaltensgestört sind, aber dafür gibt es dann ja die ADHD-Ruhigsteller-Pillen…raus an die frische Luft, Unsinn anstellen und rumtoben, bis die Straßenlaternen angehen…so wird ein Schuh draus, dann braucht man auch keine Lesebrille mit 16, Diät, oder fb und später Dating-Apps…

“Gegenstände, die sendefähige Kameras oder Mikrofone verstecken und so Daten unbemerkt weiterleiten können, gefährden die Privatsphäre der Menschen. Das gilt auch und gerade für Kinderspielzeug”, erklärte der […]

“Gegenstände, die sendefähige Kameras oder Mikrofone verstecken und so Daten unbemerkt weiterleiten können, gefährden die Privatsphäre der Menschen. Das gilt auch und gerade für Kinderspielzeug”, erklärte der Präsident der Bundessnetzagentur Jochen Homann.

Tja, nur bei den anderen “Gegenständen” ist es dieser Behörde völlig egal. Wäre es nicht egal, würden ne Menge an “Gegenständen” – allein aus dem Bereich “Smart Home” – beschlagnahmt und die Produzenten strafrechtlich verfolgt werden. Gilt übrigens auch für bestimmte Rauchmelder, die von Wohnungsverwaltungen ohne ausreichende Kenntnis der Wohnungseigentümer und -bewohner einfach so installiert werden. Mit diesen lässt sich nämlich die Privatspäre der Bewohner ebenfalls bestens ausspionieren.


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